Die Zukunft der Arbeit

Der erfolgreiche Arbeitnehmer der Zukunft weiss, was er kann und wie er seine Kompetenzen am besten vermarktet. Er ist vernetzt, flexibel und stets bereit, Neues zu lernen. Das muss er auch, denn die Arbeitswelt erfordert immer mehr Selbstorganisation und Eigeninitiative. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung.

Wie könnte die zukünftige digitale Arbeitswelt aussehen? Und welches Rüstzeug braucht man, um in ihr bestehen zu können? Diese Fragen stellten sich die Experten und machten im Zuge ihrer Studie zwei Haupttrends aus. So wird zum einen die Selbstvermarktung immer wichtiger. Der Grund liegt in der zunehmenden Projektisierung der Arbeit. Immer mehr Unternehmen vergeben einzelne Aufträge, um die sich die Arbeitnehmer immer wieder neu bewerben müssen. Der zweite Trend betrifft die Branchengrenzen. Diese verschwimmen zunehmend. Berufsstrukturen weichen auf, was zur Folge hat, dass fachübergreifende Kompetenzen immer gefragter werden.

Wie kann man nun diesen Entwicklungen begegnen? Grundlegend natürlich schon in der frühen Ausbildung. Schülerinnen und Schüler sollten lernen, ihre eignenen Stärken und Schwächen einzuschätzen, ihre Kompetenzen hervorzuheben und verantwortungsvoll mit den eigenen Daten umzugehen. Die Ausbildung sollte sich zudem nicht mehr an starren Berufsbildern orientieren, sondern vermehrt fachübergreifende Fähigkeiten vermitteln. Und: Alle sollten sich bewusst sein, dass Lebenslanges Lernen kein Modewort ist, sondern die Voraussetzung für Erfolg bis ins Alter. Denn schon heute sind Berufswechsel auch nach dem 50.Lebensjahr keine Seltenheit. Eine professionelle Standortbestimmung und Laufbahnberatung unterstützt die Arbeitnehmer in diesen Phasen, ihre Möglichkeiten zu reflektieren und sich neu zu orientieren.

Quellen:
persorama HR SWISS, Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management, Nr. 1/2017, S. 10-11
Vodafone Stiftung, Selbst-Marketing wird wichtiger, Branchen-Grenzen verschwimmen, 24.03.2017