Netzwerk und Stellensuche – der verdeckte Arbeitsmarkt

Die NZZ am Sonntag vom 17.12.2017 titelte «Nur 30 Prozent der offenen Stellen werden ausgeschrieben – meistens erfolgt die Vergabe unter der Hand».

Was hat es damit auf sich? Was schon seit längerem vermutet wurde, wurde nun durch eine Untersuchung des Zürcher Amts für Wirtschaft und Arbeit (AWA) bestätigt. Ein Grossteil der offenen Stellen wird über den «verdeckten Arbeitsmarkt» vergeben, das heisst die Stelle wird nicht ausgeschrieben sondern unter der Hand besetzt und dabei spielt das persönliche Netzwerk eine entscheidende Rolle, denn eine Empfehlung kann manche Türe öffnen. So stehen pro Jahr 250’000 Stellenwechsel über Stelleninserate 600’000 Stellen gegenüber, die über den verdeckten Arbeitsmarkt besetzt wurden.

Wie baut man sich denn nun ein persönliches Netzwerk auf? Durch fortlaufende Aktivitäten, z.B. indem man Kontakte zu früheren Kollegen und Vorgesetzten pflegt, Kongresse, Messen, Events besucht oder sich für eine bestimmte Sache oder in einer ehrenamtlichen Tätigkeit engagiert und so die eigene Person bekannt macht. Zudem lohnt es sich, sich mit seinem beruflichen Profil auf den sozialen Netzwerken wie XING und LinkedIn zu positionieren, denn  diese gewinnen bei Headhuntern als Suchkanal stetig an Bedeutung.

Quelle: NZZ am Sonntag, 17.12.2017 https://nzzas.nzz.ch/wirtschaft/stellensuche-jobs-findet-man-nur-mit-vitamin-b-ld.1340185?reduced=true